Ausstellungen / Events

 

Ihre Kunstgalerie im historischen Nedelmannhaus in der Ruhrstraße 3 in Mülheim – Kunstgebiet Rhein-Ruhr – Eintritt frei – gern auch mit Voranmeldung (Hotline 0157 3629 5489)

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Nedelmannhaus in Mülheim – Historisches Stammhaus des Weltkonzerns TENGELMANN
  • Fr
    04
    Mai
    2018
    Do
    31
    Mai
    2018
    Vernissage 4. Mai 2018 um 19:00 UhrGalerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Stadtmitte Ruhrstraße 3

    Max Manfred Queißer Titel: Der Färber, 2010
    Max Manfred Queißer
    Titel: Der Färber, 2010

    Schau "Projektion & Imagination des Lebens" - Malerei von Max Manfred Queißer in der Galerie an der Ruhr

    Max Manfred Queißer war einerseits ein guter Beobachter seiner Zeit, andererseits war es für ihn immer ein normaler Teil seines Lebens und seiner Einstellung, sich mit seinen Träumen und Visionen zu beschäftigen und neues zu erforschen und kennen zu lernen. Ein großer Teil seiner kraftvollen und positiven Lebenseinstellung resultiert dabei aus sehr schweren Lebenserfahrungen..., dies entzündete in ihm diese Leidenschaft! Motivation seines Lebens wurden die Begeisterung für Philosophie (erst recht während der Zeit als Wissenschaftler) und parallel die Begeisterung, ja auch die Freude an der Kunst. Dieser, seiner kreativen Kraft, diesem Akt der Imagination haben wir dieses wunderbare malerische Werk zu verdanken.

    Max Manfred Queißer (1927-2016) im KuMuMü - Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 (Foto: Sammlung Queißer, Radebeul / Dresden)

    Max Manfred Queißer in seinem Atelier in Radebeul

    IHRE EINLADUNG HIER ZUM DOWNLOAD:

    Der malerische Gestus der Bilder von Max Manfred Queißer (1927 - 2016) ist Ausdruck seiner ureigensten Emotionen und innersten ­Empfindsamkeiten. Darum bedurfte es in der Auseinanderset­zung mit seiner unmittelbaren Umgebung keiner ­konzeptuellen Überlegungen, keines Kalküls. Mit einfachen Mitteln suchte er den eigenen Gestaltungsspielraum auszuloten und mit ­schöp­ferischer Ungeduld sein eigenes, malerisches Universum zu­ schaffen.

    In Zusammenarbeit mit der Familie von Max Manfred Queißer zeigt die RUHR GALLERY eine umfassende Auswahl  des Lebenswerkes des Radebeuler Künstlers.

    Biografie:

    MAX MANFRED QUEISSER

     

     

     

     

     

    1927    in Freital bei Dresden geboren

    1944    Einberufung zum Militärdienst

    1945-1948 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft

    1956    Mitinitiator der ersten Nachkriegsausstellung von Grafiken von Käthe Kollwitz

    1958    freundschaftliche Kontakte zu Künstlern , eigene Malversuche

    1968-1989 wissenschaftliche Tätigkeit: Philosophie-Studium in Leipzig, Diplom;

    Promotion und Habilitation in Dresden; Arbeit als Kultursoziologe

    1975    Ehe mit der Diplomdesignerin und Innenarchitektin Gerlinde Frönicke

    1976    Umzug nach Radebeul

    1985    Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR

    1990    Mitglied im Landesrat des Sächsischen Künstlerbundes

    1993    Wiederaufnahme der Malerei, Ausbau eines eigenen Ateliers

    2004    Teilnahme am Internationalen Künstlertreffen der Euroregion Neisse

    1996-2014 wiederholte Studienaufenthalte in Italien, Dalmatien, Türkei, Tschechien und Frankreich

    2016    Der Künstler lebte und arbeitete bis zu seinem Tod am 4. Mai 2016 in Radebeul.

     

    In Zusammenarbeit mit dem

     

     

     

  • So
    10
    Jun
    2018
    Sa
    30
    Jun
    2018
    Vernissage 10. Juni 2018 16:00 Uhr Eintritt und Parken frei !Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Stadtmitte

    Christoph Bree alias N.K.MIP stellt in der RUHR GALLERY seine Arbeiten aus. Der Ausstellungstitel "MIP fitynine" ist auch wegen der 59 Exponate des Künstlers die gezeigt werden gewählt worden.

    Link zu einer der letzten Ausstellungen von N.K.MIP in Duisburg hier:

     

    In Zusammenarbeit mit dem

  • So
    01
    Jul
    2018
    Di
    31
    Jul
    2018
    Eröffnung 1. Juli 2018 um 15:00 UhrGalerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mül

    Mülheimer Fotokünstler*innen mit Ralf Raßloff im Galeriehof Ruhrstr. 3 / Ecke Delle 54 - 56 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr - Ruhranlage

    Im SAN FRANCISCOJAHR 2018 IN DER STADT MÜLHEIM hat die Mülheimer Fotogruppe unter Leitung von Ralf Raßloff den Ausstellungstitel „Zweierbeziehung“ gewählt – eigentlich eine intensive soziale Beziehung von zwei Personen, auch Dyade bzw. Dyadische Beziehung genannt, die die Paarbeziehung und die Elternteil-Kind-Beziehung betrifft – der Ausstellungstitel geht jedoch weit über diese Definition hinaus.

    Zu sehen sind Fotografien von Renate Beckmann, Anna-Maria Früh, Michael Jansen, Britta Knappmann, Uwe Linneweber, Ursula Poths, Barbara Rüth, Klaus-Dieter Stalleicken, Martin Strathmann und André van Ackeren.

    Ausstellungseröffnung 1. Juli 2018 um 15:00 Uhr durch Bürgermeisterin Margarete Wietelmann (angefragt)

    Besuchszeiten: DI-SO 10:30 bis 12:30 und nach Absprache unter 0157 3629 5489.

  • Sa
    07
    Jul
    2018
    ab 14:00 Uhr bis 15:00 UhrStadtgebiet - Abschluß Delle 54-56 Galeriehof und Ausstellungshalle Ruhrstr. 3

    Ausstellung in der RUHR GALLERY Max Manfred Queißer, Geigenspieler-II.Fassung ( aus dem Zyklus: Zeitenklänge Nr. I -IV ), 2012,
    Öl auf Leinwand, 45 x 36 cm
    Foto: Gerlinde Queißer

     

    LINK ZUM FOLDER - MIT PROGRAMM UND ANMELDEADRESSE hier:

    Samstag 07.07.2018

    um 11 Uhr

    Ein #KunstundMusik Stadtrundgang durch das Zentrum von Mülheim an der Ruhr...

    … verteilt in der Innenstadt warten Künstler, Galerien und Musiker auf Sie, um Sie zu begeistern. Ein Gästeführer begleitet Sie während der gesamten Zeit. Erleben Sie musikalische  Bilderlandschaften die Sie verzaubern.

    Der Initiator, Macher und Gästeführer:

    Georg Reinders

    Programmauszug

    Moerser Blechbläser: - die Titanen unter den Blechbläsern:  Rodion Durbinyi (Trompete), Micha Meyer (Posaune), Joachim Müller (Tuba), Dirk Wittfeld (Trompete)

     

    Klassische Gitarre:

    Veronika Mushkina aus Nishnij Nowgorod begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren.

     

    Violine:

    JaDe - Duo Fernost und Europa in perfekter Harmonie - zwei Ausnahmemusikerinnen mit höchster musikalischer Ausbildung in Tokyo (Tohogakuen) und Essen (Folkwang). Gabriele Gräfe, Violine und Reiko Sawada, Violine.

     

    Panflöte, Violine, Klavier:

    Trio Mobile:  zu dritt sind sie mobil ... … zwischen den Stilen unterwegs – mal Klassische Musik, mal Folk oder Jazz. Marcel Muhr - Panflöte, Sebastian v. Tomkewitsch - Violine, Petra Stahringer – Klavier

     

    „Die bildenden Kunstschaffenden“

    Hardy Bock, Christine Lehmann,

    Heidi Becker, Jutta Dammers-Plaßmann, Brigitte Zipp,

    Manfred Dahmen, Aliv Franz, Martin Sieverding, Lukas Benedikt Schmidt

    und Klaus Wiesel freuen sich auf interessante Begegnungen !

     

     

  • Sa
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    Jul
    2018
    So
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    Jul
    2018
    Galeriehof „Marcus Vitruvius Pollio“ und Ausstellungshalle "Antoni Gaudi"

     

     

     

     

  • So
    09
    Sep
    2018
    10:00 h bis 18:00 UhrHistorisches Villengebäude in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle - Ruhranlage - Mülheim-Stadtmitte

    "Entdecken, was uns verbindet"

    Die RUHR GALLERY ist dabei am TAG DES OFFENEN DENKMALS 2018.

    Vor der Galerie an der Ruhr v.l. Prof.Heiner Treinen, Cornelia Wissel, Ivo Franz und Marvin Hoffmann
    Vor der Galerie an der Ruhr v.l. Prof.Heiner Treinen, Cornelia Wissel, Ivo Franz und Marvin Hoffmann

    heißt das Motto des Tags des offenen Denkmals in diesem Jahr und bezieht sich damit explizit auf das Europäische Kulturerbejahr 2018.

    Das Motto zeigt, wie Denkmale Brücken schlagen zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen. Denn kein Denkmal steht allein: Die von den Erbauern verwendeten Baumaterialien, Techniken und Stile verbinden die verschiedenen Regionen und Gattungen. Rares Baumaterial wurde über weite Strecken verhandelt und reisende Handwerker brachten neues Know-how. Stilelemente anderer Länder und Epochen inspirierten Architekten zu neuen Baustilen, die nicht nur die repräsentativen, sondern bald auch die bürgerlichen Bauten prägten. Denkmale sind immer ein Spiegel ihrer Zeit - und damit auch der Offenheit einer Gesellschaft gegenüber neuen Einflüssen.

    Stammhaus der Tengelmann-Gründerfamilie Schmitz-Scholl in der Ruhrstraße 3

    Marmor aus Italien, Farbpigmente aus dem Orient, Tapisserien aus Flandern, Fliesen aus Delft - dies sind Beispiele für besondere, teilweise exotische Materialien, die über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg verhandelt wurden. Diese Güter nutzten Baumeister und Künstler nicht nur wegen ihrer herausragenden Qualität, ihre Verwendung belegte zugleich eindrucksvoll den Reichtum, Geschmack und die Weltgewandtheit ihrer Besitzer und verarbeitenden Künstler. Auch "einfachere" Materialien wie Bauholz, Steine oder Ziegel kauften Bauherren, Architekten und Handwerker überregional ein, sobald sie von besonderem Rang sein sollten.

    Die damaligen Handelsherren und Fabrikanten kamen schon „viel in der Welt rum“. Kein Wunder, dass sich in der Ruhrstraße 3 z.B. Elemente aus Florenz wieder finden. Das große Eingangsportal in der Ruhrstraße 3 wird mit dem der Londoner „Whitechapel Art Gallery von Townsend“  verglichen (Roland Günter in dem Buch „Die Kunstdenkmäler des Rheinlandes“ ).

    Klare Botschaften an der Fassade

    Nicht zuletzt sind Symbole an der Fassade zu entdecken.

     

  • Mo
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    2018
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    28
    Sep
    2018
    Vorankündigung !Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery Muelheim / Kunsthaus Mülheim Ruhrstr.3 / CIRCULO DE BELLAS ARTES

    Vorankündigung Ausstellung der neuen Werkreihe von Klaus Heckhoff in der Ruhr Gallery Mülheim

    Vernissage: 10. September 2018 um 17:00 Uhr - Eintritt und Parken frei!

    #KuMiMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3

     

  • Sa
    06
    Okt
    2018
    Sa
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    Okt
    2018
    nach VereinbarungGalerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstr.3

    VERNISSAGE:  5. Oktober 2018 um 19:00 Uhr

    In der Galerie an der Ruhr steht das Jahr 2018 unter dem
    Motto: San Francisco

    Künstlergruppe d’accord

    Die Wegbereiter der 68-Bewegung in San Francisco nahmen
    existenzialistisches Ideengut auf und deuteten dies als Selbstbestimmung des Menschen ohne Rücksicht auf bürgerliche Normen, mit der Folge einer experimentellen Phase in Lebensweise, in der Musik, der Literatur und der bildenden Kunst.

    Den Standpunkt der authentischen Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Arbeit vertreten alle sechs Mitglieder der Künstlergruppe d’accord. Wie auf einer Reise nach innen stellen sie sich einer vertieften Erfahrung ihrer selbst und schöpfen hieraus ihre künstlerische Produktion.

    Dabei verfolgen sie unterschiedliche Themen und individuelle
    Formensprachen und schaffen so ein Spektrum zeitgenössischer Malerei und Grafik. Sie transzendieren mit ihren unterschiedlichen Ansätzen Zeitstile und Zeitgeschmack und laden ein zu einer Zeitreise, zur Reflexion und Erweiterung herkömmlicher Sehgewohnheiten.

    Heidi Becker malt Meditationsbilder, die in meditativer Verfassung erstellt sind und den Betrachter zu sich selbst führen sollen.

    Mohammed Ouammi ermöglicht mit seiner abstrakten Malerei Durchblicke in fremde Welten.

    Daniela Werth und Liane Lonken zeigen figürliches oder aus der Natur gewonnene Motive auf ihre ganz eigene malerische, Emotionen vermittelnde Weise.

    Barbara Neumann führt uns in eine abstrakte, grafische Welt.

    Cornelia Wissel hingegen erzählt vom Menschen ohne Menschen zu
    zeigen.

    Lassen Sie sich ein auf einen Trip mit Begleitern und lernen Sie die Welt mit den Augen der ausstellenden Kunstschaffenden zu lesen.

    In Zusammenarbeit mit dem

  • Fr
    09
    Nov
    2018
    Fr
    30
    Nov
    2018
    Vernissage 9. November 2018 um 18:00 UhrGalerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Stadtmitte Ruhrstraße 3

    Die Künstler der Gruppe CreativFoto Rhein-Ruhr zeigen einen  Beitrag zum San Francisco-Jahr 2018 in der Stadt Mülheim an der Ruhr.

    Schau "FriscoSIX" 6 Künstler*innen mit außergewöhnlicher Fotokunst in der Galerie an der Ruhr.

    In den Ausstellungsräumen in der Beletage der RUHR GALLERY in der Stadtmitte der Kunststadt Mülheim an der Ruhr  (Ruhrstraße 3) sind die Arbeiten von Claudia Kruszka, Michael Arndt, Jürgen Brinkmann, Jörg Dornemann, Bernd Pirschtat und Wolfgang Rücker zu sehen.

    Während der Vernissage am 9. November 2018 ab 18:00 Uhr werden die verhüllt eingelieferten Arbeiten "enthüllt" - ein besonderer Genuß ! Eintritt und Parken frei.

    #FriscoSIX #GalerieRuhr #RuhrGallery #MHRuhr #SANFRAN #SANFRAN2018

    In Zusammenarbeit mit dem

  • Sa
    19
    Jan
    2019
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    31
    Mrz
    2019
    Vernissage um 16:00 Uhr Eintritt frei !KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3

    Vernissage 19. Januar 2019 um 16:00 - Finissage 31.03.2019 um 16:00 Uhr mit Versteigerung im KuMuMü 

    Heidi Becker - Jutta Dammers-Plaßmann - Manfred Dahmen - Aliv Franz - Martin Sieverding - Lukas Benedikt Schmidt - Klaus Wiesel und Brigitte Zipp

  • Sa
    06
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    2019
    Sa
    20
    Apr
    2019
    Vernissage 6. April 2019 um 16:00 Uhr Eintritt frei !

    Composition "Lesender" Bernadett_Wiethoff
    Composition "Lesender" Bernadett_Wiethoff

    Mit Bernadett Wiethoff konnte die Mülheimer Ruhr Gallery eine Ausnahmekünstlerin gewinnen.  In einer musealen Einzelausstellung in der Beletage des Galeriehauses in der Ruhrstraße 3 zeigt sie 18 Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden.

    Die Ausstellung wird am 6. April 2019 um 16:00 Uhr eröffnet und läuft bis 20. April 2019.

    Vita Bernadett Wiethoff

     

    In Zusammenarbeit mit dem

     

  • Sa
    18
    Mai
    2019
    Fr
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    Mai
    2019
    Vernissage Samstag, 18. Mai 2019 um 19:00 Uhr - Eintritt freiRuhr Gallery - KuMuMü
  • Sa
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    Do
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    Jun
    2019
    Vernissage um 16:00 Uhr Eintritt frei !KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3

    Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Kunstverein KKRR (Sitz: Mülheim, Ruhrstraße 3)

  • So
    06
    Okt
    2019
    Do
    31
    Okt
    2019
    16:00 UhrKuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3

    Ausstellung vom 6. bis 31. Oktober 2019

    Save the date ! Einzelheiten folgen

    Über den Künstler weitere Informationen hier:

     

    Ein Artikel aus dem Jahr 2009 des  Mülheimer Historikers und Journalisten Dr. Thomas Emons möchten wir zitieren:

    Künstler und Chronist der Stadt: Vor 100 Jahren wurde Daniel Traub geboren

    Jungen Mülheimern wird der Dame Daniel Traub nichts mehr sagen. Doch sie können ihm begegnen, wenn sie mit der U-Bahn fahren. Denn der 1995 gestorbene Maler hat Mitte der 70er Jahre die Stadtmotive geschaffen, die jeder Fahrgast unweigerlich sieht, der zwischen Hauptbahnhof und Forum mit der Rolltreppe zu den Bahnsteigen der U18 hinabfährt. (Foto) Es handelt sich um bunte Keramikgemälde, die uns Mülheims klassische Motive vor Augen führen: Die Altstadt mit der Petrikirche, das Schloß Broich, den Wasserbahnhof und die Stadthalle. Die hat der am 25. Oktober 1909 in Breslau geborene Traub, der 1924 mit seinen Eltern nach Mülheim kam und später unter anderem an der Essener Folkwangschule studierte, in den 20er Jahren eigenhändig mit aufgebaut.

    Das Geld, dass er damit verdiente sparte er nicht, sondern investierte es umgehend in seine erste Mal- und Studienreise nach Italien. Später sollten ihn auch Reisen nach Norwegen zu starken Landschaftsstudien inspirieren. "Hier habe ich die Botschaft des Lichts als wesenhaftes Element der Landschaft erleben dürfen," berichtete Traub später. "Mein Vater war kein Geschäftsmann, aber enorm fleißig", erinnert sich seine Tochter Monika Kappelmeyer. Das musste er auch sein, denn schließlich hatte Traub Frau und neun Kinder zu ernähren. Dies tat er nicht nur mit Landschaftsbildern und Portraits, sondern zum Beispiel auch mit dem Ausmalen von Theaterkulissen, Schulgebäuden und Kunst am Bau, Buchillustrationen, Mal- und Zeichenkursen, die er unter anderem an der Volkshochschule gab oder dem Malen von Werbeplakaten und Entwürfen von Etikettenbandrolen, die später zum Beispiel Konservendosen schmückten.

    Tochter Monika weiß noch, dass sich ihre Eltern in den 30er Jahren kennen lernten, als Traub im Auftrag der Stadt die damaligen Volksschulen am Muhrenkamp und an der Eduardstraße ausmalte. Denn dort war der Vater seiner Frau Anna Elise, die er 1937 heiraten sollte, Hausmeister. Unvergessen ist Kappelmeyer auch, dass ihr Vater einmal sogar auf ein Baugerüst stieg, als er für den Mülheimer Wohnungsbau an einer Hauswand ein Sgraffito aufmalen musste, und das, obwohl er als Soldat im Krieg ein Bein verloren hatte. Von seinem Atelier im Schulturm der heutigen Realschule Stadtmitte hatte Traub wohl einen perfekten Ausblick auf seine Wahlheimat. Ob dieser ihn auch zu seinem großen Mülheim-Panoramabild inspiriert hat, das heute ebenso im Tersteegenhaus einen Ehrenplatz hat wie Traubs 1938 geschaffenen Linolschnitte mit Motiven aus Karll Arnold Kortums Jobsiade. "Die Arbeiten sind so gekonnt, dass dies allein schon reichen würde, ihn nicht in Vergessenheit geraten zu lassen", sagte Johannes Rickert in seiner Laudatio, als der künstlerische Stadchronist Traub 1980 von der Bürgergesellschaft Mausefalle mit dem Ehrenpreis Jobs - Der Kandidat ausgezeichnet wurde.

    Bereits 1963 war Traubs vielseitiges Werk, in dem sich Aquarelle und Zeichnungen ebenso finden, wie Holzschnitte und Litographien, mit dem Ruhrpreis ausgezeichnet worden. Trotz der Auszeichnungen tat sich seine Wahlheimat schwer mit Traub. Es dauerte bis zu seinem 75. Geburtstag, bis das städtische Kunstmuseum, das heute viele seiner Arbeiten bewahrt, ihn mit einer umfassenden Werkschau würdigte. Vielleicht lag es auch daran, dass der Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler ein streitbarer Zeitgenosse war. "Mein Vater hatte Zivilcourage und hat sich damit auch schon mal den Mund verbrannt," erzählt seine Tochter Monika. Sie erinnert sich daran, dass er in den frühen 70er Jahren beim damaligen Baudezernenten Gellinek gegen die damals neu entstehenden Hochhäuser am Hans-Böckler-Platz protestierte. Doch schon viel früher - im Dezember 1950 - hatte Traub bei einer großen Ausstellung Mülheimer Künstler die Kulturpolitik der Stadt scharf kritisiert und gemahnt: "Untätiges Wohlwollen reicht nicht aus." Sein damals aufgestellter Forderungskatalog: Mehr Begabtenförderung und Stipendien für junge Künstler, den Zugang zu Kulturveranstaltungen auch für die eher kulturfernen Bürger zu erleichtern, die Jugend intensiver an die Kunst heranzuführen war ein Impuls für die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler. Traub und seine Mitstreiter erreichten inmerhin eine erhebliche Ausweitung des städtischen Etats für den Ankauf von Kunst und gaben später den Anstoß zur Stiftung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft.

    Dass man trotz mancher Reibungspunkte wusste, was man an Traub hatte, machen die Worte des damaligen Bürgermeisters Günter Weber deutlich, der Traub anlässlich der Werkschau zu dessen 75. Geburtstag bescheinigte mit seinen Arbeiten "Stadtgeschichtsschreibung von höchstem Stellenwert" betrieben zu haben. Was das bedeutet, wird sichtbar, wenn Monika Kappelmeyer die Zeichnungen ihres Vaters zeigt, mit denen Traub seine Wahlheimat bereits in, vor, aber auch nach dem Krieg mit weichem Bleistiftstrich und scharfem Blick für Details ins Bild gesetzt hat. Neben den klassichen Vorzeige-Motiven, die jetzt in einer Postkartenedition neu aufgelegt worden sind, staunt der nachgeborene Mülheimer über die ländlich anmutende Aktienstraße der 30er Jahre und die Baustellenbilder aus der Innenstadt. Ja, Baustellen. Die gab es im Stadtzentrum schon, als Mülheim nach dem Krieg an allen Ecken und Ende wieder aufgebaut werden musste. Mit Skizzenblock und Fotoapparat fing Traub die Bilder ein, die anschaulich zeigen, wie Mülheim nach 1945 aus Ruinen wieder auferstehen musste.

    Wie konnte eine elfköpfige Künstlerfamilie in der Not der Nachkriegszeit überleben? Die 1945 geborene Monika Kappelmeyer, die als kleines Kind in Dümpten noch barfuß über freie Felder laufen konnte, lächelt, als wenn sie es selbst nicht genau wüsste. Dann sagt sie: "Meine Eltern hatten immer viel Gottvertrauen. Irgendwoher kam immer wieder etwas. Und was man hatte, das wurde geteilt." Und so profitierten die Traubs nicht nur vom Nutzgarten der Großeltern, von den Nähkünsten der Großmutter oder von der damals noch alltäglichen Nachbarschaftshilfe, sondern ließen auch selbst hungrige Künstler an ihrem Mittagstisch Platz nehmen. Dass das Künstlerleben auch nach Krieg, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder nicht leicht war, zeigen Traubs 1980 gesprochenen Dankesworte für die Verleihung des Jobs: "Ich befinde mich derzeit in einer Verfassung der Resignation. Denn der freischaffende Künstler in Mülheim fristet nur ein kärgliches Dasein, will sagen: Die Kunst bleibt brotlos. Dass ausgerechnet in dieser Phase ein Künstler mit dem Jobs ausgezeichnet wird, freut mich deshalb besonders." Für Daniel Traub, den die NRZ an seinem 80. Geburtstag als "Anwalt für die Sache der Künstler" würdigte, war die Kunst, wie er selbst einmal sagte: "Ein Wirkstoff der Gesellschaft", ohne den ihr "ein wesentlicher Bereich geistiger Auseinandersetzung fehlt."

    Aus Anlass des 100. Geburtstages von Daniel Traub hat sein Sohn Hartmut unter dem Titel "Gott hat ja mit jedem seinen Extraplan" im Klartext-Verlag eine lesens- und betrachtenswerte Biographie seines Vaters herausgegeben. Sie umfasst 95 Seiten und ist für 14,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

     

  • Sa
    29
    Feb
    2020
    ab 19:30 UhrBÜGA Mülheim an der Ruhr

    Phase 7.0 , ein wichtiger Meilenstein im Kunstjahr 2020 wird zelebriert - SAVE THE DATE !

    Programm folgt !

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