Ausstellungen / Events

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist KuMuMue_KulturMuseumMuelheim_Logo_by_Klaus_Wiesel_2019-1024x351.jpgKunstgalerie und Treffpunkt im historischen Gebäude in der Ruhrstraße 3 in Mülheim – Kunstgebiet Rhein-Ruhr – Eintritt frei – gern auch mit Voranmeldung (Hotline 0157 3629 5489)

  • Di
    01
    Jan
    2019
    Di
    31
    Dez
    2019
    Im Rahmen der Besuchszeiten oder nach Ankündigung !Villa Schmitz-Scholl Mülheim an der Ruhrstraße 3

     

    KUNST PUR AN DER RUHR - JAHRESMOTTO 2019 STEHT FEST IN DER STADT MÜLHEIM AN DER RUHR - |

    Mülheimer Verein KKRR hat das Jahresmotto 2019 ausgerufen

    Am 2. Mai 1519 starb der italienische Universalgelehrte Leonardo da Vinci auf Schloss Clos Lucé, Amboise in Frankreich – der in der Stadt Mülheim ansässige Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 10. Juli 2018 das Jahresthema 2019 beschlossen.

    Künstler*innen und Künstler sind aufgerufen sich mit Zeichnungen, Malerei, Skulpturen, Fotografien, Videokunst und Performances in dieses spannende Jahr 2019 in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr einzubringen. Die Ausstellungen sollen im Kulturpalais Mülheim Ruhranlage / "Kulturmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3" stattfinden.

     

    Kuratorium des Kunstvereins erwartet Vorschläge

     

    Das Kuratorium nimmt ab sofort Ideen und Vorschläge auf – im Rahmen der Reihe „ART TALK & TOUCH“ im „Museum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ – das Projekt wird finanziell unterstützt vom Mülheimer Verein "Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)", der seinen Sitz in der Kulturstadt Mülheim an der Ruhr in der Ruhrstr. 3 hat.

    Link zur KUNST-APP-MÜLHEIM programmiert vom Kunstverein KKRR – mit einem Klick zu den Kunst-Events:

    https://Kunststadt-MH.de/app/index.html

    #MHRuhr #KuMuMü #KulturPalaisRuhranlage

  • Mi
    03
    Apr
    2019
    Sa
    20
    Apr
    2019
    Führungen nach VereinbarungKuMuMü / Ruhrstraße 3 - Ecke Delle - Ruhranlage

    Ausstellung Edith Polland-Dülfer – DYNAMIK ALS LEBENSFORM

    Die Mülheimer Künstlerin Edith Polland-Dülfer ist noch vielen Kunstliebhabern gut im Gedächtnis. In der Leineweberstraße und am Saarberg hatte Sie lange Zeit ihr Atelier und lud in die Rafael Galerie ein. Jetzt wird in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Kunstverein KKRR eine erste Retrospektive – Skizzen und Tagebücher der Künstlerin im „KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“ im Rahmen von Führungen gezeigt. Die Ausstellung findet vom 03.  bis 20. April 2019 statt, danach finden jeweils Führungen durch die Sammlung nach Vereinbarung statt. Der Eintritt ist frei – Freunde und Gäste sind herzlich willkommen.

    Ausstellungshalle im KuMuMü mit Arbeiten von Edith Polland-Dülfer

     

    Über Edith Polland-Dülfer

    Edith Polland-Dülfer (* 8. April 1931 in Marienbad; † 3. November 2018 in Mülheim an der Ruhr) war eine deutsche Künstlerin und Grafikerin.

    Leben und Werk

    Edith Polland-Dülfer nahm schon früh Zeichenunterricht und besuchte die Meisterschule für Mode in München (Studium bei Luise Braun, Barbara Beyreiß und Richard Fleissner) später folgte ihr Studium Malerei und Grafik bei Rolf Sackenheim an der Kunstakademie Düsseldorf.

    Polland-Dülfer war in der ganzen Welt unterwegs und dokumentierte ihre Reisen u.a. in illustrierten Tagebüchern, die neben ihren Tuschearbeiten zu den Glanzstücken ihres Nachlasses zählen. Nach einem kurzen Ausflug in die Bildhauerei, vornehmlich Skulpturen aus Ton, in den 70er Jahren widmete sich Edith Polland-Dülfer verstärkt der figürlichen und abstrakten Malerei. Zahlreiche Veröffentlichungen dokumentieren das umfangreiche Werk der umtriebigen Künstlerin, die zuletzt in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr und in Calpe, Spanien lebte und arbeitete. Edith Polland-Dülfer setzte sich stark für die Kunstvermittlung und Vernetzung innerhalb der Künstlerschaft ein.

    Ausstellung Edith Polland-Dülfer – DYNAMIK ALS LEBENSFORM

    Der Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) betreut seit 2019 den Nachlasses der Künstlerin. In der Ausstellung werden zudem auch Leihgaben von verschiedenen Kunstsammlern gezeigt.

    Besuche nach Vereinbarung unter 0208 56959-567 oder Terminhotline 0157 3629 5489.

    Ausstellungsort

    „KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3“, 45468 Mülheim an der Ruhr / Stadtmitte – Ruhrstr. 3 / Ecke Delle – Ruhranlage.

  • Sa
    06
    Apr
    2019
    Sa
    20
    Apr
    2019
    Noch bis 20. April 2019 Eintritt frei !

    Composition "Lesender" Bernadett_Wiethoff
    Composition "Lesender" Bernadett_Wiethoff

    Mit Bernadett Wiethoff konnte die Mülheimer Ruhr Gallery eine Ausnahmekünstlerin gewinnen.  In einer musealen Einzelausstellung in der Beletage des Galeriehauses in der Ruhrstraße 3 zeigt sie 18 Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden.

    Hier ist Ihr persönlicher Einladungsflyer zum Download:

    Die Ausstellung läuft bis 20. April 2019. Nächstes Künstergespräch ist am Ostersamstag von 13 bis 16 Uhr  Eintritt frei !

    Vita Bernadett Wiethoff

     

    In Zusammenarbeit mit dem

     

  • Fr
    26
    Apr
    2019
    So
    12
    Mai
    2019
    Vernissage Freitag 26. April 2019 um 19:00 UhrGalerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

    Coming soon... Im April 2019 : o t i u m Heidi Becker - Malerei in der Ruhr Gallery Mülheim Vernissage: 26. April 2019 um 19:00 Uhr - Freunde und Gäste willkommen !

    Eine umfassende museale Einzelausstellung von Heidi Becker wird in der Stadt Mülheim an der Ruhr gezeigt
    Eine umfassende museale Einzelausstellung von Heidi Becker wird in der Stadt Mülheim an der Ruhr unter dem Titel "OTIUM"  gezeigt

    Die Meisterschülerin Heidi Becker lebt und arbeitet in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr. Sie ist Mitglied im Mülheimer Künstlerbund und hat ihre Atelierräume am rechten Ruhrufer in der Ruhrstraße 3.

    In der musealen Einzelausstellung "OTIUM" zeigt sie ihre aktuelle Werkreihe.

    VERNISSAGE FREITAG,  26. April 2019 um 19:00 Uhr - Eintritt frei, Gäste willkommen !

    Mit freundlicher Unterstützung vom Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR).

     

    Hier ein kleiner Einblick in den Katalog von Heidi Becker:

    o t i u m
    In Vorbereitung zu meiner ersten Einzelausstellung war ich auf der Suche nach einem Titel, der als Überbegriff meine verschiedenen Arbeiten der vorangegangenen vier Jahre charakterisiert. So habe ich mich der Analyse meines Tuns hingegeben und wie so oft in Momenten der Hingabe kam der göttliche Einfall quasi wie ein Geschenk des Universums
    o t i u m, das
    Substantiv, Neutrum

    Bedeutung: Muße, Beschaulichkeit
    Gebrauch: veraltet

    Da stellt sich mir die Frage warum dieser Begriff veraltet ist. Muße passt offensichtlich nicht in unsere Zeit, die so hektisch und geschäftig ist. Unsere Gesellschaft heute setzt auf Geschwindigkeit und Irrealität.

    Mit meiner künstlerischen Tätigkeit widersetze ich mich diesem Treiben. Meine Arbeiten wachsen langsam, sind real und unsere Sinne werden geweckt. Die österreichische Wissenschaftsforscherin, Helga Nowotny, frei zitierend entstehen sie in einem Zustand der Übereinstimmung zwischen mir und dem, worauf es in meinem Leben ankommt. Das bedeutet, dass sie sich in gewisser Weise auch selbst ergeben dürfen. Mein Malprozess ist eine Suche nach dem richtigen Weg zwischen Denken und (Da-)Sein mit der Hoffnung, dass der Weg mich findet. Der endgültige Zu- stand ist nicht von vorn herein absehbar und so manches Ergebnis lässt mich schlichtweg staunen, überrascht durch die Tatsache welche Wendungen eine Arbeit vom ersten bis zum letzten Pinselstrich nehmen kann. Das Fehlen von Gegenständlichem oder Figurativem erlaubt mir eine experimentelle und essentielle Auseinandersetzung mit Farbe.
    Dieser Katalog zeigt eine Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 2015-2019 zweier Werkgruppen: die sphärischen Arbeiten und die „versteckten“ Arbeiten. Was sie gemeinsam haben ist ein vielschichtiger Farbauftrag in einem kontemplativen Prozess.
    o t i u m, das langsame Leben, ein positiver Begriff für ursprüngliches menschliches (Da-)Sein, wo der Verstand aufhört das Denken zu blockieren.

     

  • So
    19
    Mai
    2019
    Fr
    31
    Mai
    2019
    Vernissage Sonntag, 19. Mai 2019 um 16:00 Uhr - Eintritt freiRuhr Gallery - KuMuMü
  • Sa
    01
    Jun
    2019
    So
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    Jun
    2019
    Vernissage um 16:00 Uhr Eintritt frei !KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 (EG und Beletage)

     

    Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Kunstverein KKRR (Sitz: Mülheim, Ruhrstraße 3) im gesamten Haus

  • Mi
    03
    Jul
    2019
    Mi
    10
    Jul
    2019
    Vernissage 3. April 2019 um 19:00 Uhr Eintritt frei - Gäste willkommenBELETAGE Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

    Christine Lehmann vor einer ihrer Werke

    Fast wie in Japan - eine aufwändig zusammengestellte Ausstellung in einem sehr kurzen Zeitfenster.

    ORT: Beletage Galerie an der Ruhrstraße 3

    Lassen Sie sich überraschen !

  • Mi
    03
    Jul
    2019
    Mi
    10
    Jul
    2019
    Vernissage 6. Juli 2019 um 16:00 UhrEinzelheiten werden noch bekanntgegeben !
  • Sa
    06
    Jul
    2019
    13:00 bis 17:00 Uhr Eintritt frei - Gäste willkommen !Stadtmitte von Mülheim - mehrere Locationen - z.B. das Haus des Mülheimer Künstlerbundes in der Ruhrstraße 3

    Freuen Sie sich auf die Künstlerin Christine Lehmann Heintz, die an diesem Tag die bildende Kunst beisteuert und die Musiker, die im Galeriehof aufspielen im "KuMuMü" in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle - Ruhranlage .

    http://www.christinelehmann.eu/kontakt/

     

    Kulturort Ruhrstraße / Ecke Delle - Ruhranlage in der Stadtmitte der Kunststadt Mülheim an der Ruhr - u.a. auch Sitz Mülheimer Künstlerbund
    Kulturort Ruhrstraße / Ecke Delle - Ruhranlage in der Stadtmitte der Kunststadt Mülheim an der Ruhr - u.a. auch Sitz Mülheimer Künstlerbund (hier Künstlergespräch "PASSAGE"

  • Fr
    12
    Jul
    2019
    So
    28
    Jul
    2019
    Einzelheiten folgenKuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3

    ...esgehtimmerumalles ist der Titel der Ausstellung der Künstlerklasse der HBK, Essen und fadbk, Essen

    Ort: 10 Räume - Kunsthalle und Beletage in der Ruhrstraße 3

    Mit Unterstützung durch den Mülheimer Kunstverein KKRR

     

     

  • Fr
    02
    Aug
    2019
    So
    11
    Aug
    2019
    Vernissage Freitag, 2. August 2019 um 19:00 UhrGalerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

     

    Liane Lonken beim Künstlergespräch in der Galerie an der Ruhr

    Museale Einzelausstellung LIANE LONKEN

    "spaces"

    Ausstellung vom  3.  August 2019 bis 11. August 2018

    Vernissage / Eröffnung 2. August 2019 um 19:00 Uhr  - Eintritt frei - Gäste und Freunde willkommen !

    im gesamten Ausstellungsbereich in der Ruhrstraße 3 / Ecke Delle

    Malerei von Liane Lonken in der Ruhr Gallery Mülheim

     

  • So
    18
    Aug
    2019
    Sa
    31
    Aug
    2019
    Vernissage 16:00 Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

     

    Im Atelier von Dörthe Speetzen - Beispiel der aktuellen Werkreihe
    Im Atelier von Dörthe Speetzen - Beispiel der aktuellen Werkreihe zur Ausstellung "DEN KARREN AN EINEN STERN BINDEN"

    Im Leonardo da Vinci - Jahr 2019 in der Stadt Mülheim an der Ruhr zeigt das Team der Ausstellungsmacher des KuMuMü sorgfältig ausgewählte ausgefallene Werke zeitgenössischer Kunst.

    Nicht nur Leichtigkeit , Fabspiel und Harmonie zeichnen die Arbeiten von Dörthe Speetzen aus, die in der Galerie an der Ruhr im August 2019 in allen Räumen in der Ruhrstraße 3 in der Stadt Mülheim an der Ruhr zu sehen sind.

    Benefiz - Ausstellung

    Weitere Informationen zu der Künstlerin hier:

  • Di
    03
    Sep
    2019
    Mi
    11
    Sep
    2019
    Einzelheiten folgenBELETAGE Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3
  • So
    15
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    2019
    Mo
    30
    Sep
    2019
    Vernissage 15. September 2019 um 16:00 Uhr - Eintritt frei !Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

    Save the Date!

    Martin Sieverding (rechts) stellt seine aktuelle Werkreihe vor
    Martin Sieverding (rechts) stellt seine aktuelle Werkreihe vor

  • So
    06
    Okt
    2019
    Do
    31
    Okt
    2019
    16:00 UhrIn Vorbereitung: KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3

    Ausstellung vom 6. bis 31. Oktober 2019

    Save the date ! Einzelheiten folgen

    Über den Künstler weitere Informationen hier:

     

    Ein Artikel aus dem Jahr 2009 des  Mülheimer Historikers und Journalisten Dr. Thomas Emons möchten wir zitieren:

    Künstler und Chronist der Stadt: Vor 100 Jahren wurde Daniel Traub geboren

    Jungen Mülheimern wird der Name Daniel Traub nichts mehr sagen. Doch sie können ihm begegnen, wenn sie mit der U-Bahn fahren. Denn der 1995 gestorbene Maler hat Mitte der 70er Jahre die Stadtmotive geschaffen, die jeder Fahrgast unweigerlich sieht, der zwischen Hauptbahnhof und Forum mit der Rolltreppe zu den Bahnsteigen der U18 hinabfährt. (Foto) Es handelt sich um bunte Keramikgemälde, die uns Mülheims klassische Motive vor Augen führen: Die Altstadt mit der Petrikirche, das Schloß Broich, den Wasserbahnhof und die Stadthalle. Die hat der am 25. Oktober 1909 in Breslau geborene Traub, der 1924 mit seinen Eltern nach Mülheim kam und später unter anderem an der Essener Folkwangschule studierte, in den 20er Jahren eigenhändig mit aufgebaut.

    Das Geld, dass er damit verdiente sparte er nicht, sondern investierte es umgehend in seine erste Mal- und Studienreise nach Italien. Später sollten ihn auch Reisen nach Norwegen zu starken Landschaftsstudien inspirieren. "Hier habe ich die Botschaft des Lichts als wesenhaftes Element der Landschaft erleben dürfen," berichtete Traub später. "Mein Vater war kein Geschäftsmann, aber enorm fleißig", erinnert sich seine Tochter Monika Kappelmeyer. Das musste er auch sein, denn schließlich hatte Traub Frau und neun Kinder zu ernähren. Dies tat er nicht nur mit Landschaftsbildern und Portraits, sondern zum Beispiel auch mit dem Ausmalen von Theaterkulissen, Schulgebäuden und Kunst am Bau, Buchillustrationen, Mal- und Zeichenkursen, die er unter anderem an der Volkshochschule gab oder dem Malen von Werbeplakaten und Entwürfen von Etikettenbandrolen, die später zum Beispiel Konservendosen schmückten.

    Tochter Monika weiß noch, dass sich ihre Eltern in den 30er Jahren kennen lernten, als Traub im Auftrag der Stadt die damaligen Volksschulen am Muhrenkamp und an der Eduardstraße ausmalte. Denn dort war der Vater seiner Frau Anna Elise, die er 1937 heiraten sollte, Hausmeister. Unvergessen ist Kappelmeyer auch, dass ihr Vater einmal sogar auf ein Baugerüst stieg, als er für den Mülheimer Wohnungsbau an einer Hauswand ein Sgraffito aufmalen musste, und das, obwohl er als Soldat im Krieg ein Bein verloren hatte. Von seinem Atelier im Schulturm der heutigen Realschule Stadtmitte hatte Traub wohl einen perfekten Ausblick auf seine Wahlheimat. Ob dieser ihn auch zu seinem großen Mülheim-Panoramabild inspiriert hat, das heute ebenso im Tersteegenhaus einen Ehrenplatz hat wie Traubs 1938 geschaffenen Linolschnitte mit Motiven aus Karll Arnold Kortums Jobsiade. "Die Arbeiten sind so gekonnt, dass dies allein schon reichen würde, ihn nicht in Vergessenheit geraten zu lassen", sagte Johannes Rickert in seiner Laudatio, als der künstlerische Stadchronist Traub 1980 von der Bürgergesellschaft Mausefalle mit dem Ehrenpreis Jobs - Der Kandidat ausgezeichnet wurde.

    Bereits 1963 war Traubs vielseitiges Werk, in dem sich Aquarelle und Zeichnungen ebenso finden, wie Holzschnitte und Litographien, mit dem Ruhrpreis ausgezeichnet worden. Trotz der Auszeichnungen tat sich seine Wahlheimat schwer mit Traub. Es dauerte bis zu seinem 75. Geburtstag, bis das städtische Kunstmuseum, das heute viele seiner Arbeiten bewahrt, ihn mit einer umfassenden Werkschau würdigte. Vielleicht lag es auch daran, dass der Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler ein streitbarer Zeitgenosse war. "Mein Vater hatte Zivilcourage und hat sich damit auch schon mal den Mund verbrannt," erzählt seine Tochter Monika. Sie erinnert sich daran, dass er in den frühen 70er Jahren beim damaligen Baudezernenten Gellinek gegen die damals neu entstehenden Hochhäuser am Hans-Böckler-Platz protestierte. Doch schon viel früher - im Dezember 1950 - hatte Traub bei einer großen Ausstellung Mülheimer Künstler die Kulturpolitik der Stadt scharf kritisiert und gemahnt: "Untätiges Wohlwollen reicht nicht aus." Sein damals aufgestellter Forderungskatalog: Mehr Begabtenförderung und Stipendien für junge Künstler, den Zugang zu Kulturveranstaltungen auch für die eher kulturfernen Bürger zu erleichtern, die Jugend intensiver an die Kunst heranzuführen war ein Impuls für die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstler. Traub und seine Mitstreiter erreichten inmerhin eine erhebliche Ausweitung des städtischen Etats für den Ankauf von Kunst und gaben später den Anstoß zur Stiftung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft.

    Dass man trotz mancher Reibungspunkte wusste, was man an Traub hatte, machen die Worte des damaligen Bürgermeisters Günter Weber deutlich, der Traub anlässlich der Werkschau zu dessen 75. Geburtstag bescheinigte mit seinen Arbeiten "Stadtgeschichtsschreibung von höchstem Stellenwert" betrieben zu haben. Was das bedeutet, wird sichtbar, wenn Monika Kappelmeyer die Zeichnungen ihres Vaters zeigt, mit denen Traub seine Wahlheimat bereits in, vor, aber auch nach dem Krieg mit weichem Bleistiftstrich und scharfem Blick für Details ins Bild gesetzt hat. Neben den klassischen Vorzeige-Motiven, die jetzt in einer Postkartenedition neu aufgelegt worden sind, staunt der nachgeborene Mülheimer über die ländlich anmutende Aktienstraße der 30er Jahre und die Baustellenbilder aus der Innenstadt. Ja, Baustellen. Die gab es im Stadtzentrum schon, als Mülheim nach dem Krieg an allen Ecken und Ende wieder aufgebaut werden musste. Mit Skizzenblock und Fotoapparat fing Traub die Bilder ein, die anschaulich zeigen, wie Mülheim nach 1945 aus Ruinen wieder auferstehen musste.

    Wie konnte eine große Künstlerfamilie in der Not der Nachkriegszeit überleben? Die 1945 geborene Monika Kappelmeyer, die als kleines Kind in Dümpten noch barfuß über freie Felder laufen konnte, lächelt, als wenn sie es selbst nicht genau wüsste. Dann sagt sie: "Meine Eltern hatten immer viel Gottvertrauen. Irgendwoher kam immer wieder etwas. Und was man hatte, das wurde geteilt." Und so profitierten die Traubs nicht nur vom Nutzgarten der Großeltern, von den Nähkünsten der Großmutter oder von der damals noch alltäglichen Nachbarschaftshilfe, sondern ließen auch selbst hungrige Künstler an ihrem Mittagstisch Platz nehmen. Dass das Künstlerleben auch nach Krieg, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder nicht leicht war, zeigen Traubs 1980 gesprochenen Dankesworte für die Verleihung des Jobs: "Ich befinde mich derzeit in einer Verfassung der Resignation. Denn der freischaffende Künstler in Mülheim fristet nur ein kärgliches Dasein, will sagen: Die Kunst bleibt brotlos. Dass ausgerechnet in dieser Phase ein Künstler mit dem Jobs ausgezeichnet wird, freut mich deshalb besonders." Für Daniel Traub, den die NRZ an seinem 80. Geburtstag als "Anwalt für die Sache der Künstler" würdigte, war die Kunst, wie er selbst einmal sagte: "Ein Wirkstoff der Gesellschaft", ohne den ihr "ein wesentlicher Bereich geistiger Auseinandersetzung fehlt."

    Aus Anlass des 100. Geburtstages von Daniel Traub hat sein Sohn Hartmut unter dem Titel "Gott hat ja mit jedem seinen Extraplan" im Klartext-Verlag eine lesens- und betrachtenswerte Biographie seines Vaters herausgegeben. Sie umfasst 95 Seiten und ist für 14,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

     

  • So
    10
    Nov
    2019
    So
    08
    Dez
    2019
    Vernissage Sonntag, 10. November 2019 um 16:00 UhrGesamtes Haus - Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

    Reinhard Fingerhut stellt 2019 in der Ruhr Gallery in der Stadt Mülheim an der Ruhr aus

     

     

  • Di
    10
    Dez
    2019
    Sa
    11
    Jan
    2020
    18:00GadR

     

    Ludwig van Beethoven gemalt von Karl Jäger (1933-1867)
    Ludwig van Beethoven gemalt von Karl Jäger (1933-1867)

     

  • So
    15
    Dez
    2019
    Sa
    29
    Feb
    2020
    Einzelheiten folgenGesamtes Haus - Galerie an der Ruhr / Ruhr Gallery / Kunsthaus Mülheim Ruhrstraße 3

    Wintergalerie

    Der Mülheimer Künstlerbund (Sitz: Ruhrstraße 3) stellt aus:  Hans Arts - Heidi Becker - Jutta Dammers-Plaßmann - Manfred Dahmen - Aliv Franz - Janina Funken - Martin Sieverding - Lukas Benedikt Schmidt - Klaus Wiesel - Cornelia Wissel , Brigitte Zipp und  Gäste 
  • Sa
    29
    Feb
    2020
    ab 19:30 UhrBÜGA Mülheim an der Ruhr

    Phase 7.0 , ein wichtiger Meilenstein im Kunstjahr 2020 wird zelebriert - SAVE THE DATE !

    Ludwig van Beethoven gemalt von Karl Jäger (1933-1867)
    Ludwig van Beethoven gemalt von Karl Jäger (1933-1867)

    Gesamtjahresthema 2020 ist das "Beethoven - Jahr 2020 in der Stadt Mülheim an der Ruhr"

    Das Blas Orchester eines Kürrassier Regiments - aus der Sammlung Korman im KuMuMü - spielt einen Marsch von L.v. Beethoven

     

    https://www.youtube.com/watch?v=OGAHdpd3LVA  Helge Beethoven 1

    https://www.youtube.com/watch?v=dG5ouYuYCvA Helge Beethoven 2

  • Sa
    07
    Mrz
    2020
    So
    26
    Apr
    2020
    KuMuMü / Ruhrstraße 3 - Ecke Delle - Ruhranlage
  • Fr
    08
    Mai
    2020
    So
    17
    Mai
    2020
    Ganzes Haus
  • So
    24
    Mai
    2020
    Di
    04
    Aug
    2020
    KuMuMü / Ruhrstraße 3 - Ecke Delle - Ruhranlage
  • So
    09
    Aug
    2020
    So
    23
    Aug
    2020
    16:00 UhrGalerie an der Ruhr Erdgeschloss

    N.K.MIP und Thomas Siefer verarbeiten die Wirkungen von Farben und Tönen im kritischen Dialog.

    Anschließend wandert die Ausstellung FarbFANFARE weiter ins Bergische Land.

    Einzelheiten folgen.

    Mit freundlicher Unterstützung durch den Mülheimer Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR) - Geschäftsstelle Ruhrstraße 3 - 45468 Mülheim an der Ruhr - FON 0208-46949-567

     

  • So
    06
    Sep
    2020
    So
    20
    Dez
    2020
    KuMuMü / Ruhrstraße 3 - Ecke Delle - Ruhranlage

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Galerie an der Ruhr / RUHR GALLERY / Kunsthaus Mülheim an der Ruhr Stadtmitte / KuMuMü Kunstmuseum Mülheim an der Ruhrstraße 3 / Atelierhaus Ruhranlage : Private nicht kommerzielle Institution zur Förderung der zeitgenössischen Kunst inmitten der Ruhr-Kunstszene versteht sich als lebendiger Ort der Kommunikation und Begegnung in freundlich ungezwungener Atmosphäre.