Edith Polland-Dülfer (1931-2018)

„Dynamik als Lebensform“

Der Mülheimer Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ betreut seit Anfang 2019 den Nachlass der Künstlerin Edith Polland-Dülfer.

Edith Polland-Dülfer, Ausstellung im Kulturort Bismarckturm (Juni-Juli 2011)

Die am 9. April1931 bei Marienbad geborene Zeichnerin, Malerin, Bildhauerin und Kostümbildnerin besuchte die Oberschule in Marienbad, später das Internat in Prag. 1946 zog sie nach Freising, wo ihre Mutter einen Modesalon betrieb. Dort fertigte Edith Polland-Dülfer individuelle Modelle an. Sie nahm schon früh Zeichenunterricht und besuchte die Meisterschule für Mode (Studium bei Luise Braun, Barbara Beyreiss und Richard Fleissner)
1954 Umzug in die Stadt Mülheim an der Ruhr Studium der Malerei und Grafik bei Rolf Sackenheim an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihr erstes Atelier befand sich im „Rieken-Haus“ in der Stadtmitte von Mülheim an der Ruhr

Edith Polland-Dülfer – Aufnahme privat, 1970

Polland-Dülfer war in der ganzen Welt unterwegs und erstellte zahlreiche Künstlerbücher, die neben ihren Tuschearbeiten zu den Glanzstücken des Nachlasses zählen. Nach einem kurzen Ausflug in die Bildhauerei, vornehmlich Skulpturen aus Ton, widmete sich Edith Polland-Dülfer verstärkt der figürlichen und abstrakten Malerei. Viele Veröffentlichungen dokumentieren das umfangreiche Werk der umtriebigen Künstlerin, die zuletzt in der Kunststadt Mülheim an der Ruhr und in Calpe, Spanien lebte und arbeitete. Edith Polland-Dülfer setzte sich stark für die Kunstvermittlung und Vernetzung innerhalb der Künstlerschaft ein.

Ihr Sohn Sven Dülfer eröffnete im Mai 1983 die Rafael-Art-Galerie in Mülheim-Saarn, wo auch zahlreiche Einzelausstellungen von Edith Polland-Dülfer und Gemeinschaftsausstellungen unter ihrer Mitwirkung gezeigt wurden. Auch im spanischen Altea betrieb Sven Dülfer bis 1993 die Filiale der Rafael Galerie. Später wurde die Galerie für kurze Zeit von dem Duisburger Kaufmann Michael Brömmel übernommen, die Künstlerin Edith Polland-Dülfer widmete sich bis zuletzt nur noch der Malerei.

Die Mülheimer Galerie an der Ruhr zeigt in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Verein „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“ bis Ende Mai 2019 eine umfassende Schau des Lebenswerkes der Künstlerin unter dem Titel „Dynamik als Lebensform“.

LITERATUR: mini Galerie am Abend (Hrsg.) (1969): Edith Polland-Dülfer. Portraits, Skizzen, Impressionen 1962-1969; Hans-Heinz Bartsch Verlag; Würzburg/Schweinfurt

Ansichten von Mülheim an der Ruhr (1982) 4,70 mtr. Leporello im Schuber, signierte Drucke -BN0929.

Quelle: Archiv des Mülheimer Vereins „Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)“, 2019

Über 200 Ausstellungen im In- und Ausland sind dokumentiert

Edith Polland-Dülfer stellte u.a. in Baden-Baden, Düsseldorf, München, Duisburg, Heidelberg. Moers, Mülheim an der Ruhr, Schweinfurt, Essen, Dortmund, Xanten und Köln aus.

Ihre Ausstellungen im Ausland fanden u.a. in Zürich, Alicante, Altea, Calpe, Malaysia, Tuscon-Arizona und Miami-Florida statt.

Veröffentlichungen über Edith Polland-Dülfer (Auszug)